Altenpflegehelferin und Altenpflegerhelfer
- Aufgaben, Tätigkeiten und Kompetenzen
- Ausbildung und Abschluss
- Weiterbildung und Studium
- Aktuelle Entwicklungen
Aufgaben
Altenpflegehelferinnen und -helfer unterstützen Altenpflegerinnen und -pfleger bei allen Tätigkeiten rund um die Betreuung
und Pflege älterer Menschen. Sie übernehmen pflegerische Aufgaben wie die Hilfe bei der Körperpflege und beim Essen. Außerdem
unterstützen sie ältere Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags.
Tätigkeitsfelder
Altenpflegehelferinnen und -helfer arbeiten meist in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern
und in Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen.
Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich
- in Wohnheimen der Altenhilfe,
- in Pflegeeinrichtungen,
- in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung,
- in Seniorenberatungsstellen und
- im ambulanten Pflegedienst.
Altenpflegehelferinnen und -helfer arbeiten auch in Seniorenwohngemeinschaften oder privaten Haushalten bei der Betreuung
pflegebedürftigen Familienangehörigen.
Kernkompetenzen
Altenpflegehelferinnen und -helfer sollten gerne mit Menschen arbeiten und Interesse an pflegerischen Themen haben. Gefragt
sind praktisch veranlagte Personen, die Gespür dafür haben, andere Menschen zu fördern und anzuleiten.
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Die Ausbildung
Ausbildungsstätten
Die Ausbildung von Altenpflegehelferinnen und Altenpflegehelfern findet an Berufsfachschulen statt. Der praktische Teil der Ausbildung erfolgt zum Beispiel
- in stationären Einrichtungen der Altenhilfe,
- in geriatrischen Kliniken,
- in Altentagesstätten der so genannten offenen Altenhilfe,
- im häuslichen Umfeld (ambulante Pflege)
Zulassung
In der Regel wird mindestens der Hauptschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Schulabschluss vorausgesetzt.
Bewerberinnen und Bewerber ohne berufliche Vorbildung benötigen in manchen Bundesländern mindestens einen mittleren Bildungsabschluss
oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert. Im Bundesland Hamburg wird
kein bestimmter Schulabschluss vorausgesetzt.
Vor Beginn der Ausbildung muss ein ärztliches Zeugnis (nicht älter als 3 Monate) über die gesundheitliche Eignung vorgelegt werden, in vielen Bundesländern auch ein amtliches Führungszeugnis.
Zur Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber werden gelegentlich schriftliche Aufnahmeprüfungen durchgeführt. Darüber hinaus kann der schulische Leistungsstand entscheidend sein. Wichtig sind die Noten in den Fächern Deutsch und Biologie. Auch die Reihenfolge der Anmeldung spielt eine Rolle.
Wer eine Teilzeitausbildung macht, muss in dieser Zeit in einer geeigneten stationären, teilstationären oder ambulanten Einrichtung der Altenhilfe oder Altenpflege arbeiten.
Inhalte
Die praktischen Ausbildungsinhalte orientieren sich an den oben genannten Aufgaben und Tätigkeitsfeldern .
Im theoretischen Teil werden unter anderem diese Unterrichtsinhalte gelehrt:
- Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege
- Unterstützung bei der Lebensgestaltung
- Altenpflege als Beruf
- Religion, Lebens- und Glaubensfragen
- Deutsch
- rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen
Dauer
Die Ausbildung dauert ein Jahr bis drei Jahre. Ausbildungsverkürzungen sind in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen der Bundesländer geregelt.
In Mecklenburg-Vorpommern kann die Dauer der Ausbildung um bis zu ein Drittel gekürzt werden, wenn der Schüler oder die Schülerin bereits
- ein Berufsgrundbildungsjahr Gesundheit,
- ein Freiwilliges Soziales Jahr oder
- eine mindestens einjährige berufliche pflegerische Tätigkeit
in Einrichtungen des Gesundheitswesens ausgeübt hat.
Der Pflichtunterricht an der Berufsfachschule umfasst etwa 20 Wochenstunden. Hinzu kommen praktische Ausbildungsabschnitte in Pflegeheimen oder anderen Einrichtungen der Altenpflege.
Prüfungen und Abschluss
Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung beendet. Sie umfasst
- einen schriftlichen,
- einen praktischen und manchmal
- einen mündlichen Teil.
Die Abschlussbezeichnungen lauten (je nach Bundesland):
- Staatlich geprüfter Altenpflegehelfer, staatlich geprüfte Altenpflegehelferin
- Staatlich anerkannter Altenpflegehelfer, staatlich anerkannte Altenpflegehelferin
- Staatlich geprüfter Pflegefachhelfer (Altenpflege), staatlich geprüfte Pflegefachhelferin (Altenpflege)
- Altenpflegehelfer, Altenpflegehelferin
- Gesundheits- und Pflegeassistent, Gesundheits- und Pflegeassistentin
- Kranken- und Altenpflegehelfer, Kranken- und Altenpflegehelferin
Weiterbildung und Studium
Aufstiegsweiterbildungen (Auswahl)
- Fach- und Betriebswirt/in, Fachkaufleute
- Fachwirt/in - Alten- und Krankenpflege
- Fachwirt/in - Sozial- und Gesundheitswesen
- Fachwirt/in - Organisation und Führung (Sozial)
Sonderfachkräfte
- Altenpfleger/in
- Haus- und Familienpfleger/in (Berufsfachschule)
- Haus- und Familienpfleger/in (Fachschule)
Hochschulbildungsgänge (Auswahl)
- Gerontologe, Gerontologin
- Sozialarbeiter/in, Sozialpädagoge, -pädagogin
Aktuelle Entwicklungen im Berufsbild
Pflege zu Hause
Immer mehr Pflegemaßnahmen finden ambulant und zu Hause statt, da viele Senioren in ihrem Lebensumfeld wohnen bleiben. Das führt dazu, dass das Pflegepersonal zunehmend mobil sein muss, um die Patienten regelmäßig vor Ort versorgen zu können.
Interkulturelles Wissen ist gefragt
Der Anteil älterer Migranten, die auf ambulante Pflege angewiesen sind oder in Pflegeeinrichtungen leben, steigt. Altenpflegehelferinnen und -helfer müssen kulturelle Sensibilität aufbringen, um auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe eingehen zu können. Dies kann Speise- und Fastengewohnheiten betreffen, Körperpflege und Schamgefühl, Feiertage, Feste oder das Verhältnis zu Krankheit, Sterben und Tod.
